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Neues Buch von Dokumentarfilmer Manfred Karremann
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N E U E S B U C H V O N M A N F R E D K A R R E M A N N :
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» S I E H A B E N U N S B E H A N D E L T W I E T I E R E «
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Aus dem neuen Buch von Manfred Karremann:
Es war das Schicksal der Hühner in Käfigen und der Blick eines sterbenden Schweins im Schlachthof, die mich vor vielen Jahren dazu bewegt haben, den Beruf des »Reporters in Sachen Tierschutz« zu ergreifen. Mit zwölf Jahren habe ich zum ersten Mal ein Bild von Hühnern in einem kleinen Käfig gesehen. Die Empörung darüber hat mich nie wieder losgelassen. »Wie können Menschen so etwas tun?«, habe ich mich damals gefragt, und: »Warum lässt `man´ so etwas überhaupt zu?«
»Man« lässt noch viel mehr zu, musste ich mit der Zeit lernen. Bei einem Besuch im städtischen Schlachthof stand ich lange neben der Bucht, in der Schweine mit einer Elektrozange betäubt werden. Ein Tier hatte so panische Angst, dass es dem Schlachter immer wieder entkam. Weil der aber im Akkord bezahlt wurde, hatte er nur 30 Se-kunden Zeit, um ein Schwein zu betäuben. Deshalb prügelte er wie verrückt auf das Tier ein, sprang mit den Beinen auf den Rücken des Tieres, bis es schließlich am Boden lag. Als das Schwein wenig später am Schlachtband hing, hat es mir noch lange in die Augen geschaut. Es war, wie so viele an diesem Tag, nicht ordent-lich betäubt worden. Von solchen Schicksalen, dachte ich mir in diesem Augenblick vor vielen Jahren, müssen die Menschen erfahren.
Auch wenn ich heute Hühner in ihren engen Käfigen sehe, Rinder und Pferde auf Transporten oder Hunde und Katzen, die ihres Fells wegen erschlagen werden, fühle ich Trauer und Wut darüber, dass so etwas überhaupt sein darf, ja, noch immer »normal« ist. Angesichts der Vielzahl und »Normalität« solcher Szenen kommt ein stetes Nachdenken in Gang. Darüber, dass das Verhältnis des Menschen zum Tier so grundsätzlich nicht in Ordnung sein kann.
Menschen sagen oft: »Sie haben uns behandelt wie Tiere«, wenn sie zutiefst gedemütigt und misshandelt worden sind. Erschreckend für mich ist, welche Aussage hinter einer solchen Redewendung steckt: Denn wie behandeln wir eigentlich Tiere, wenn Menschen, die tiefes Leid, Schmerzen und Erniedrigung erfahren haben, diesen Vergleich so selbstverständlich ziehen? Und woher nehmen wir als Menschen das Recht, Tiere so zu behandeln, wie das heute immer noch geschieht? Welche Bedeutung kommt in unserer Zeit dem Recht des Stärkeren zu? »Vernünftige Gründe« braucht man laut Tierschutzgesetz, um ein Tier zu misshandeln oder zu töten. Vernünftige Gründe finden sich denn auch immer wieder erstaunlich leicht. Es handelt sich schließlich »nur« um Tiere. Die haben Instinkte, heißt es, keinen Intellekt. Gefühle sind in diesem Zusammenhang nicht von Interesse.
Der Mensch behält sich die Werteinteilung des Lebens vor, des menschlichen Lebens und auch des Tierlebens. Mensch ist danach nicht gleich Mensch, und Tier ist auch nicht gleich Tier. Während man einem Haustier noch Intelligenz, Indi-vidualität und Wert zubilligt, ist das bei den so genannten »Nutz«-Tieren kein Thema. Ihr Wert wird allenfalls in Tonnen Schlachtgewicht bemessen. Damit ist zugleich auch der Lebenszweck ausgedrückt, den der Mensch diesen Tieren zuweist. Die Bezeichnung bringt es an den Tag: Pelz-Tier, Schlacht-Schwein, Versuchs-Maus. Deshalb schreibe ich seit vielen Jahren immer: eine so genannte »Versuchs-Maus«, oder ein so genanntes »Schlacht-Tier« – denn ein Tier ist eben kein Zweckobjekt, sondern ein Mitgeschöpf mit einem ihm eigenen Recht auf Leben.
Die Lebensqualität dieser Tiere wird auch entsprechend dem Zweck gestaltet, den das Tierleben für den Menschen erfüllen soll. Ein Grill-Hahn muss billig sein, also lebt er kurz und in Enge. Ein Schlacht-Schwein soll schnell zunehmen, also lebt es fast bewegungslos, im Däm-merlicht. Wenn eine Maus ohne Fell für Tierversuche praktischer ist, züchtet man eben Mutationen ohne Haare und nennt diese manipulierten Tiere »Nacktmäuse«. Besonders bei jenen Tieren, die dem Menschen nicht als Haustiere oder wegen äußer-licher Merkmale wie Kuller-augen oder einem weichen Fell nahe stehen, greift der Mensch ungehemmt in die funda-mentalsten Rechte ein, bzw. spricht jenen Tieren von vornherein alle Rechte ab. Ob ein so genanntes »Schlacht«-Tier etwa Bedürfnisse hat, ist nicht von Belang. So ist zum Beispiel ein gebrochenes Bein bei einem so genannten »Schlacht«-Pferd oder auch bei einem Rind kein Hindernis für einen Weitertransport. »Das wird doch sowieso ge-schlachtet«, ist die gängige Begründung, Leiden solcher Tiere billigend in Kauf zu nehmen.
Was sind das für Menschen, die so etwas tun?
Oft stellen Fernsehzuschauer in ihren Briefen nach Filmen die Frage: »Was sind das für Menschen, die so etwas tun?« Ich versuche auch dieser Frage nachzugehen, indem ich eini-gen »Tierquälern« Gelegenheit zur Stellungnahme gebe. Wer allerdings die Frage stellt, was das für Menschen sind, die hinter Tierquälereien stehen, kann sich dabei nicht auf den beschränken, der ein Tier schlägt. Die zusätzliche Frage muss auch lauten: Was ist das für eine Gesellschaft, die solche Handlungen zulässt, duldet - ja sogar durch Unwissenheit oder gedankenlosen Konsum in Auftrag gibt? Informationen & Fakten aus »erster Hand«
In diesem Buch stelle ich Ihnen Beispiele vom Umgang des Menschen mit dem Tier vor und schreibe neben Fakten auch Gedanken aus der langjährigen Praxis eines »Tierschutz-Reporters« nieder. Zu dieser Tätigkeit gehört die Auseinandersetzung mit Tier-leid in all seinen Erscheinungs-formen. Nicht nur in Deutsch-land, denn auch so manches, was Tieren in einer Provinz in China geschieht, wird letztlich durch unser Kaufverhalten verursacht. Oft unterstützen wir Tierquälerei, ohne das über-haupt zu wissen – geschweige denn zu wollen. Denn wo Tiere »verarbeitet« werden, sind neugierige Blicke in der Regel unerwünscht. Auch das ist bezeichnend. Vermutlich wür-den Sie die Jacke einer be-stimmten Firma nicht kaufen, wenn Sie wüssten, dass für den Pelzbesatz am Kragen ein Hund lebendig abgezogen wurde.
Der entscheidende Punkt ist: Sie müssen davon wissen. Ich werde versuchen, Sie möglichst umfassend zu informieren. Denn wenn Sie informiert sind, ist Tierschutz einfach: Wenn Sie die betreffende Jacke nicht kaufen – stirbt für die nächste kein Hund. Ein Verzicht ist nicht notwendig: Sie kaufen einfach eine andere Jacke.
In alltäglichen Situationen für Tiere entscheiden
Dieses Buch hat, wie meine Filme auch, nicht zum Ziel, Ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden. Ich möchte Ihnen nur Informationen geben und damit die Möglichkeit, sich in alltäglichen Situationen für unsere Tiere und ihre Gesund-heit zu entscheiden. Jeder missionarische Eifer liegt mir fern. Jeder von uns kann Tiere schützen. Mühelos und ohne Verzicht. Ich möchte Ihnen nicht aufschwatzen, Ihr Leben umzukrempeln, sondern freue mich, wenn Sie das ungewollte Verursachen von Tierquälerei in Ihrem Alltag vermeiden. So-weit das die Ernährung betrifft, tun Sie damit nicht nur unseren Tieren, sondern auch Ihrer Gesundheit etwas Gutes. Denn: Was Tieren schadet, gefährdet oft auch den Menschen.
»Die Leute sollen das Zeug fressen, und nicht fragen, wo´s herkommt…«, hat der Leiter einer Hühnerschlachterei ein-mal zu mir gesagt. Doch nur, wer sich auch für die Tiere hinter den Produkten inter-essiert, erfährt genug, um sich und seine Familie vor gesund-heitlichem Schaden zu be-wahren. So wird mancher Lederhandschuh zur regel-rechten Giftmülldeponie, wenn er nass wird - doch wer weiß das schon? Und vor allem: Wer hätte ihn gekauft? Informiert zu sein ist die Grundlage, um eine Entscheidung zugunsten der Tiere und der eigenen Gesund-heit zu treffen.
Das geht mühelos. Kleinig-keiten entscheiden. Tierschutz ist ein Gedanke, behaupte ich im Buch. Es ist der Gedanke beim Einkauf, der irgendwann zur Gewohnheit wird. Heute greifen viele Menschen zu Öko-Eiern, anstatt zur Billig-ware aus der Käfighaltung. Inzwischen wissen viele: Die Eier sind gesünder, die Hühner glücklicher. Gerade deshalb ist Tierschutz so mühelos einfach.
Für unsere Tiere entscheidend sind meistens die ganz kleinen, unwichtig anmutenden Ent-scheidungen des täglichen Lebens, die viele noch nicht einmal als solche wahrnehmen. Statistisch gesehen sitzt für jeden von uns EIN Huhn im Käfig. Sie allein entscheiden also, wie IHR Huhn leben soll. Und Sie entscheiden, womit es gefüttert wird und womit Sie sich ernähren.
Ich würde mich freuen, wenn Ihnen das Buch beweist: Tierschutz ist einfach. Jeder von uns kann mühelos Tiere schützen, jeden Tag. Dadurch, dass Sie bereit sind, von der Lebenssituation unserer Tiere Kenntnis zu nehmen, werden Sie bei passender Gelegenheit - etwa bei einem Einkauf - auch daran denken. Und überrascht feststellen, dass es auch Sie selbst glücklicher macht, bewusst kein Tierleid zu verursachen.
Jede(r) Einzelne zählt, wenn es um Tierschutz und Tierrechte geht, weil »Tierschutz« eben nicht nur Aktivität und Engagement bedeutet, sondern letztlich ein Gedanke ist. Nicht nur, indem man etwas tut, kann man Tieren helfen, sondern wesentlich öfter, indem man etwas bleiben lässt.
Ich danke Ihnen, dass Sie nicht wegschauen, sondern sich für unsere Tiere interessieren. Und ich freue mich, dass Sie dadurch zugleich Ihrer Ge-sundheit etwas Gutes tun.
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Manfred Karremann: »Sie haben uns behandelt wie Tiere«
So viel Tierelend. Was kann ich schon dagegen tun?
Jeder von uns kann Tierleid verhindern. Jeden Tag, ohne Anstrengung. Denn entscheidend ist oft nicht, was wir tun, sondern was wir bleiben lassen. Für die Tiere und für unsere eigene Gesundheit.
Manfred Karremann gewährt uns in seinem Buch einzigartige Einblicke in verborgenste Bereiche und zeigt uns mit eindrucksvollen Bildern und Texten u.a. die Welt der so genannten Nutztiere, mit deren Produkten wir täglich in Berührung kommen.
Ein durchweg spannendes und lesenswertes Buch, das Hoffnung gibt.
Manfred Karremann ist bekannter Dokumentarfilmer und hat schon unzählige Dokumentationen über das Leid der Tiere gedreht und über das Fernsehen bekannt gemacht. Dieses Buch enthält Dokumentationen zu seinen letzten Filmen.
Manfred Karremann: »Sie haben uns behandelt wie Tiere« Taschenbuch, 220 Seiten - Preis: Euro 14,90 Höcker-Verlag - Bestellen im Brennglas-Shop auf S. 58/59 ISBN 3980461742 / ISBN 13: 978-3-9804617-4-0
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Ü B E R D E N A U T O R
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Manfred Karremann, Fernsehjournalist, ist international bekannt durch seine Dokumentarfilme und Berichte über das Leid der Tiere auf Transporten, in den Schlachthöfen, den Mästereien und in anderen Bereichen, wo Menschen mit Tieren umgehen. Sein mutiges Vorgehen für die Tiere hat ihn schon oft in Lebensgefahr gebracht.
Für sein neues Buch »Sie haben uns behandelt wie Tiere« hat Manfred Karremann Bilddokumentationen und Informationen zusammengestellt, die uns in Bereiche führen, in die uns normalerweise kein Einblick gestattet wird: weil dort Tiere wie Ware benutzt werden und oft genug auch mit unserer Gesundheit Schindluder getrieben wird.
Aus seiner langjährigen Erfahrung kann uns Manfred Karremann sagen, wie jede/r von uns Tierleid verhindern kann. Sein Buch bietet nicht nur neue ethische Ansätze, sondern ist ein echter Wegweiser für alle! Nicht bloße Theorie oder erschreckende Bilder sind seine Botschaft - er zeigt uns auch Erfreuliches und erklärt auf spannende Weise, wie jede/r jeden Tag Tieren helfen kann und wie weiteres Leid zu verhindern ist.
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Für seine bisherige Arbeit erhielt Manfred Karremann zahlreiche Auszeichnungen, u.a.: Goldene Kamera für fernsehjournalistische Tätigkeit, CNN-Preis (USA) für die beste Darstellung eines aktuellen Themas 1994 sowie 1997 (Finalist); Goldene Nymphe (Festival de Television de Monte Carlo; Europäischer Fernsehpreis der Ökomedia; Franz von Assisi-Medaille (höchste Auszeichnung des Deutschen Tierschutzbundes), Medaille der Eurogroup (europäische Tierschutzverbände) u.v.m.
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N E U E S B U C H V O N H E L M U T F . K A P L A N :
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D E R V E R R A T D E S M E N S C H E N A N D E N T I E R E N
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Tierversuche, Tiertransporte, Massentierhaltung, Rinderwahn, Vogelgrippe – diese und andere Tierthemen bestimmen zwar häufig die Schlagzeilen, aber die Hauptopfer, die Tiere, spielen dabei meist keine oder nur eine kleine Rolle. Auf diesen intellektuellen und ethischen Skandal will der Tierrechtsphilosoph Helmut F. Kaplan mit seinem jüngsten Buch aufmerksam machen.
Kaplan folgt nicht dem mittlerweile fast zum Dogma avancierten Tierrechte-light-Ansatz, wonach man den Menschen auf keinen Fall die grausamen Fakten im Umgang mit Tieren zumuten dürfe: Durch Würde-Floskeln und Wohlfühl-Bilder narkotisiert, verharren die Menschen dann nämlich in ihrer Ausbeuterrolle, anstatt diese endlich zu verlassen.
Folgende Themen werden im Buch behandelt: - Terror gegen Tiere; - Einheit der Ethik; - Strategien für Tierrechte.
Diese Themen repräsentieren auch Inhalt und Programm des Buches: - Wir üben gegenüber Tieren eine welthistorisch beispiellose Schreckens- und Terrorherrschaft aus. - Diese steht in krassem Widerspruch zu JEGLICHER Ethik und zu ALLEN unseren moralischen Prinzipien. - Diesen Skandal gilt es zu erkennen und zu beseitigen.
Helmut F. Kaplan über mögliche Motive, sich für Tierrechte zu engagieren (aus der Einleitung): »Zum Beispiel ein rationales Weltbild, das unbestreitbare biologische und psychologische Fakten im Hinblick auf tierliches und menschliches Erleben ernst nimmt. Oder das Bekenntnis zu einer konsequenten Ethik, die Wesen nicht aufgrund der Beschaffenheit der Behaarung oder der Anzahl der Beine diskriminiert. Oder einfach der Wunsch, einen Beitrag zur Beendigung des größten Gewaltverbrechens der Menschheitsgeschichte zu leisten.«
Helmut F. Kaplan: «Der Verrat des Menschen an den Tieren» Vegi-Verlag Taschenbuch, 260 Seiten ISBN 3-909067-06-9 neue ISBN 978-3-909067-06-0 Preis: 15 Euro / 24 SFr
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