Startseite Ausgaben des Magazins Sonderausgabe »Natur ohne Jagd« Der Tierleichen-Fresser Der Lust-Töter Tierrechts-Filme Tierrechts-Musik Bestellen Links Impressum

Ausgaben des Magazins:



Themen:
AUSGABE 2/10
AUSGABE 1/10
AUSGABE 4/09
AUSGABE 3/09
Archiv 2/09
    Promis für Tiere · Tiernachrichten
    Vogel des Jahres
    Tierfreundliches TV-Programm
    Kinder und Tiere
    Tierschutz: Pferde
    Fohlenfleisch? - Nein danke!
    Freiheit für Kaninchen
    Portrait: Gerettetes Rehkitz
    Recht: Natur ohne Jagd
    Haustiere als Jägeropfer
    Life-Style: Tiere leben lassen
    Ärztlicher Ratgeber
    Leben mit Haustieren: Hunde
    Tierschutz
    Leser-Service & Leserbriefe
Archiv 1/09
    Freundschaft mit Tieren
    Natur ohne Jagd
    Hirsche im Dorf
    Schluss mit Stierkämpfen!
    Mehr Freiheit für Pferde
    Schluss mit Gänsequal!
    Eine Hölle für Schweine
    Ernährung ohne Tierleid
    Stoppt Tierversuche!
Archiv 4/08
Archiv 3/08
    Tiernachrichten
    Promis für Tiere
    Leben mit Haustieren
    Tierschutz aktiv: Tiere gerettet
    Tierschutz: Natur ohne Jagd
    Vogelschutz
    Portrait: Wildtierauffangstation
    Tierschutz & Politik
    Tiere leben lassen
    Tierfreundliche Rezepte: Tapas
    Tierschutz aktiv: Demonstrationen
    Tierschutz: Schule und Unterricht
    Leserbriefe an die Redaktion
Archiv 2/08
    Tiernachrichten
    Tierrettung
    Natur ohne Jagd
    Wolfswelpen
    Mordfall Bär Bruno
    Schafe in Not
    Life-Style: Tiere leben lassen
    Tierschutz weltweit: Straßenhunde
    Jungreporter
    Leserbriefe
Archiv 1/08
    Tiernachrichten
    Vom Seelenleben der Tiere
    Sind Weihnachtsbraten und Osterlamm christlich?
    Tierschutz: Natur ohne Jagd
    Tierschutz: Schluss mit Pelz
    Portrait: Pooja, das Elefantenmädchen
    Landwirtschaft & Klimaschutz
    Life-Style: Tiere leben lassen
    Tierschutz: Stoppt Tierversuche!
    Leserbriefe an die Redaktion
Archiv 4/07
    Tiernachrichten
    Musiker für Tiere & Filmtipp
    Tierschutz: Natur ohne Jagd
    Tierschutz aktiv: Eine Heimat für Tiere
    Jungreporter
    Lebensräume: Der friedfertige Landbau
    Tierschutz: »Esst kein Fleisch!«
    Gesund leben & Tiere leben lassen
    Leckere tierfreundliche Rezepte
    Die Zeit für Tierrechte ist gekommen
    Literatur: Portrait
    Tierschutz
    Leserbriefe
Archiv 3/07
    Editorial
    Tiernachrichten
    Faszination freilebende Tiere
    Tierschutz: Natur ohne Jagd
    Jäger schoss mit Bleischrot auf Katze
    Aus der Tierarztpraxis
    Musiker für Tiere
    Lebensräume für Natur und Tiere
    Life-Style: Tiere leben lassen
    Tierfreundliche Rezepte
    Meerschweinchen
    Zwangsbejagung ade!
    Tierschutz in Europa
    Von Lesern für Leser
Archiv 2/07
    Tiernachrichten
    Tierschutz aktiv: Wildtierrettung
    Tierschutz: Natur ohne Jagd
    Lebensräume für Natur und Tiere
    Tierschutz & Recht
    Lebensräume: Schildkröten in Orissa
    Portrait: Sonnenhof für Tiere
    Das Märchen vom letzten Wolf
    Life-Style: Tiere leben lassen
    Tierfreundliche Rezepte
    Tierschutz: Stoppt Tierversuche!
    Kosmetik ohne Tierleid
    Von Lesern für Leser
Archiv 1/07
    Proteste gegen Hunde- und Katzenfelle
    PETA-Aktion gegen Hühnerquälerei
    Interview mit Bryan Adams
    Schafbaby gerettet
    »Jesus lebte für Menschen und Tiere«
    Bürger wehren sich gegen Jäger
    Malediven - Inseln voller Lebensräume
    Bruno - im Sternbild des Großen Bären
    Buchtipps
    Neuer Antibiotika-Skandal in der Massentierhaltung
    Spanien: Windhunde gerettet
    Hilfe für die Esel in Mauretanien
    Tierrechts-Musik
    Von Lesern für Leser


Allgemein:
Impressum
Bestellformular
Verlag Das Brennglas


Freundschaft mit Tieren

Freundschaft mit Tieren (pdf-download des Artikels) [1.092 KB]



Nach oben

T I E R F R E U N D S C H A F T E N 

zur Vergrößerungsansicht anklicken 



Nach oben

M E I N E   F R E U N D S C H A F T   M I T   Z W E I   F U C H S W E L P E N 



Nach oben

Von Monika Erdinger

Es ist April, und ich gehe - wie jeden Tag - mit meinem Hund spazieren. Nach einer Weile sehe ich versteckt hinter ein paar Sträuchern etwas Hellbraunes sitzen. Zunächst kann ich nicht erkennen, was es ist. Ich gehe etwas näher heran und sehe einen noch recht kleinen Fuchswelpen vor einem Fuchsbau sitzen. Der Kleine sieht aus wie ein Hundewelpe. Natürlich will ich ihn nicht erschrecken und laufe vor lauter Aufregung schnell nach Hause, packe eine Dose Hundefutter ein und mache mich auf den Weg zum Fuchsbau. Der Kleine sitzt immer noch dort.

Vorsichtig gehe ich auf ihn zu und spreche ruhig mit ihm. Er zieht sich in den Bau zurück, beobachtet mich aber recht neugierig. Ich lege etwas Futter vor den Baueingang, entferne mich etwa 5 Meter, setze mich hin und warte ab. Es dauert nicht lange, und der Kleine kommt vorsichtig heraus und lässt sich das Futter schmecken.

Von diesem Tag an besuche ich den kleinen Fuchs täglich immer um dieselbe Zeit und bringe ihm Futter. Es vergeht eine Woche und ich sehe immer nur diesen einen Kleinen. Ist er etwa alleine dort? Wo ist die Mutter? Fragen über Fragen. Ich mache mir Sorgen um sein Wohlergehen.

Wieder daheim, suche ich im Netz nach Informationen über Füchse und werde auf die Seite www.wir-fuechse.de aufmerksam. Dort erfahre ich einiges über Füchse und kann anhand der Fotos dort das Alter meines Schützlings schätzen.

Tage später - ich bin etwa zehn Meter vom Fuchsbau entfernt - sehe ich vier kleine Füchse, die putzmunter auf der Wiese herumtollen. Ich kann es kaum fassen, bin vor Begeisterung hin und weg. Ach, sind die niedlich! Ob da eine kleine Dose Hundefutter reicht? Nein, sie reicht nicht. Es muss mehr Futter her.

Wie am ersten Tag lege ich das Futter vor den Bau. Die Kleinen flüchten zunächst, beobachten mich wieder und kommen nach einiger Zeit wieder heraus. Ich sitze wieder etwa fünf Meter entfernt und kann sie beobachten. Oh je, jetzt ist Futterneid angesagt! Einer der Kleinen setzt sich genau vor den Bau, frisst genüsslich und versperrt den anderen den Zugang. Das ist mir eine Lehre.

An den folgenden Tagen verteile ich das Futter, und siehe da: Nun bekommt jeder Welpe etwas ab. Obst mögen sie auch: Äpfel und Erdbeeren sind ein willkommener Nachtisch!

Es vergehen ein paar Wochen, und inzwischen kann ich mich direkt vor den Fuchsbau setzen und die Kleinen fotographieren. Zwei von ihnen werden immer zutraulicher, kommen auf mich zu- gelaufen. Ich versuche, einen aus der Hand zu füttern - und es klappt!
Er nimmt die Fleischbrocken ganz vorsichtig aus meiner Hand, leckt sie mir sogar ab. Von diesem Tag an ist dieser kleine Welpe mein Liebling. Ein anderer ist auch mutig und kommt auf mich zu, er scheint mir gegenüber keinerlei Scheu mehr zu haben. Die beiden anderen bleiben in der Nähe des Baueingangs, und sobald ich mich aufrichte, sind sie verschwunden.

Tag für Tag, immer um dieselbe Zeit, mache ich mich auf den Weg zum Fuchsbau, egal ob es heiß ist oder in Strömen regnet. Sogar bei Gewitter lasse ich sie nicht umsonst warten. Sie scheinen immer Hunger zu haben. Ihre Mutter, ihren Vater habe ich nie zu sehen bekommen und auch keine Warnrufe vernehmen können. Sind die Welpen nicht vor dem Bau, muss ich sie nur rufen und kurze Zeit warten.

Mein Liebling wird immer übermütiger, klaut meine Tasche, knabbert an meinen Schuhen und zieht an den Schnürsenkeln.

Seit einigen Tagen, es ist Anfang Juni, sind nur noch drei Welpen dort, und einige Tage später nur noch mein Liebling und der andere mutige Welpe. Keine Ahnung, was geschehen ist, ich habe die anderen zwei Fuchswelpen bis heute nicht mehr gesehen. Hier sind leider auch Jäger unterwegs, und ab und an höre ich spät abends Schüsse, die aus der Richtung des Fuchsbaus zu kommen scheinen.

Jetzt sind also nur noch zwei Welpen da, die auf mich warten. Nach wie vor versorge ich die Kleinen, die sich inzwischen recht gut entwickelt haben und langsam aber sicher zeigt sich, wer der dominantere ist: mein Liebling.
Es ist inzwischen Ende Juni. Mein Liebling und der Mutige waren zuletzt am Montag beide am Bau, Dienstag ist nur der Mutige, Mittwoch nur mein Liebling kurz dort. Am Montag gehe ich, nachdem ich bei den Füchsen war, mit meinem Hund spazieren. Als ich aus dem Wald heraus komme, sitzt dort ein Fuchswelpe, sieht uns an und bleibt ganz ruhig sitzen. Ich spreche mit ihm und er sieht mich nur an, läuft nicht weg.

Dienstag ruft mich eine alte Dame aus der Nachbarschaft an und meint: »Moni, dein Fuchs ist hier!« - Ich antworte: »Das kann nicht sein, das ist sicherlich ein anderer!« Die alte Dame hat ein riesiges Anwesen, umringt von hohen Tannen, teils recht verwildert. Dort hält sich ansonsten niemand auf. Ich sage ihr, ich würde mal nach ihrem Fuchs schauen, wenn ich meine versorgt habe.

Heute, Donnerstag ist keiner meiner Fuchswelpen da, wo sie bislang immer zur gleichen Zeit anzutreffen waren und auf meinen Zuruf immer gleich angerannt kamen. Enttäuscht verteile ich etwas Futter und gehe dann zu der alten Dame. Es ist ein Fußweg von etwa fünf Minuten. In dem Garten der alten Dame angekommen, sehe ich zunächst keinen Fuchs. Als ich rufe, steht plötzlich einer vor mir, schaut mich an und kommt auf mich zu. Ich setze mich hin, stelle den Futternapf direkt neben mich - und er isst. Danach holt er sich ein Stück nach dem anderen und vergräbt es. Als ich, während er isst, meine Hand nach ihm ausstrecke, schreckt er nicht zurück - er lässt sich auch fotografieren. Noch nicht einmal das Geräusch des Fotoapparates verschreckt ihn. »Meine«Fuchswelpen aus dem Wald kennen dieses Geräusch von Anfang an. Dann klaut er den Futternapf und will damit verschwinden - so wie es der Mutige im Wald auch immer gemacht hat. Dieser junge Fuchs sieht dem Mutigen verdammt ähnlich, und sein Verhalten ist ebenfalls gleich.

Dass dies wirklich einer meiner Welpen ist, erfahre ich am nächsten Tag: Ich gehe zunächst wieder zum alten Bau - und wieder ist kein Fuchs zu sehen. Danach besuche ich die alte Dame. Ich rufe wie immer - und falle fast um vor Freude, als der Mutige und mein Liebling angerannt kommen. Es sind definitiv meine Fuchswelpen! Meinen Liebling kann ich wieder streicheln. Ja, meine Kleinen sind umgezogen und wohnen nun ganz in meiner Nähe!

Inzwischen ist es Mitte August, und die Kleinen sind recht groß geworden. Sie kommen immer seltener zu mir, scheinen langsam aber sicher flügge zu werden, sich ein eigenes Revier zu suchen.

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass sie von keinem Jäger erschossen, erschlagen oder mit grausamen Fallen gefangen und dann getötet werden. Füchse sind hierzulande die letzten Beutegreifer und haben wie jedes andere Lebewesen ein Recht auf Leben. Im Gegensatz zu anderen Wildtieren dürfen Füchse das ganze Jahr über gejagt werden, für sie gibt es keinerlei Gnade, keine Schonfrist. Viele Beutegreifer (Wölfe, Bären, Luchse) wurden bereits durch Jägerhand gnadenlos verfolgt und nahezu ausgerottet. Lassen wir es nicht soweit kommen, dass der letzte hier lebende Beutegreifer dasselbe Schicksal erleidet!

Allen, die mehr über diese faszinierenden und wunderschönen Tiere erfahren wollen, etwas zu ihrem Schutz beitragen möchten, empfehle ich folgende Seiten:
www.wir-fuechse.de
www.fuechse.info



Nach oben



Nach oben



Nach oben



Nach oben



Nach oben