Ob Sie »Freiheit für Tiere« heute zum ersten Mal lesen, unsere Zeitschrift schon lange regelmäßig am Kiosk kaufen oder abonniert haben - wir begrüßen Sie herzlich und freuen uns sehr, dass die neue Ausgabe von »Freiheit für Tiere« nun vor Ihnen liegt. Sicher sind Sie eine Tierfreundin, ein Tierfreund, haben die Freundschaft zu einem Tier schon oft tief empfunden. Vielleicht sind Sie als Kind mit einem Tier aufgewachsen, das Sie geliebt haben und von dem Sie fühlten, dass es Ihre Liebe erwidert. Vielleicht lebt bei Ihnen ein Hund oder eine Katze, und Sie haben das Gefühl, dass Ihr Haustier Sie versteht, dass es zu Ihrer Familie gehört. Vielleicht geht Ihre Freundschaft zu Tieren auch so weit, dass Sie keine Tiere mehr essen wollen. Wussten Sie, dass Sie sich damit auch praktisch gegen Klimakollaps und Welthunger einsetzen? Sicher interessieren Sie hierzu die Hintergrundinformationen ab Seite 38.
In dieser Ausgabe lesen Sie von Projekten und Initiativen, in denen sich Menschen für Tiere einsetzen, Tiere retten und Lebensraum für Tiere schaffen. Wie schön und wunderbar es sein kann, wenn wilde Tiere und Menschen Freundschaft schließen, wenn Tiere über Artgrenzen hinweg Freundschaft schließen - Schäferhund und Reh, Fuchs und Zwerghuhn - davon handelt unser Bericht »Wilde Tierkinder« ab Seite 8.
Doch für so manches Tier, das Freundschaft mit Menschen schließen will, endet dieser Versuch tödlich: In Würzburg besuchte Anfang dieses Jahres ein junger Fuchs einen Kindergarten und saß in einen Blumentopf. Statt sich über das süße Tierkind zu freuen und darüber, es aus der Nähe betrachten zu können, war die Aufregung groß: Tollwut! Fuchsbandwurm! Gefahr für die Kinder! Doch der junge Fuchs hatte keine Tollwut und auch sonst keine gefährliche Krankheit. Umgebracht wurde er trotzdem - wegen »abnormen Verhaltens«. Das Vergehen des Fuchskindes: Es war zutraulich, hatte sich zu dicht in die Nähe von Menschen gewagt. Ganz klar, dass so ein Tier sterben muss! Wo kämen wir denn hin, wenn wilde Tiere zutraulich würden? Das wären ja Anklänge von einem Paradies auf Erden - und das darf doch nicht sein! So verteidigte Giselher Sauerwein-Stehr, Leiter des Veterinäramtes in Würzburg, die Tötung des kleinen Fuchses: »Ein Fuchs hat im bewohnten Gebiet nichts zu suchen.« (Main Post, 11.1.2007) - Viele Leser reagierten empört: »Armer Fuchs, hast dem Menschen vertraut und musstest dafür dein Leben lassen. Ich schäme mich manchmal, ein Mensch zu sein.« - Die internationale Tierrechtsorganisation PETA stellte übrigens Strafanzeige gegen die skandalöse Tötung des Fuchsbabys!
Dieses Bewusstsein, dass Tiere nicht dazu da sind, von uns Menschen umgebracht zu werden, setzt sich immer weiter durch: Auf Seite 12 lesen Sie von einem Jäger, der seine Waffe an den Nagel gehängt hat und ein Tierfreund geworden ist.
Wussten Sie, dass in Deutschland jeder Quadratmeter dem Jagdrecht unterliegt? Wenn Sie Grundstückseigentümer sind, einen Wald oder Felder und Wiesen besitzen, wird auch auf Ihrem Grundeigentum gejagt, ohne dass Sie dies verbieten können! Gegen diesen Jagdzwang ziehen immer mehr Tierfreunde vor Gericht. Ab Seite 16 lesen Sie von einem Gerichtsprozess, in dem Eigentümer eines Eigenjagdreviers das Ruhen der Jagd auf ihrem Grund und Boden fordern.
Mit dieser Ausgabe begrüßen wir ganz herzlich die Mitglieder und Förderer des Arbeitskreises für humanen Tierschutz und gegen Tierversuche e.V. , die »Freiheit für Tiere« seit Dezember 2006 zusätzlich zur Mitgliederbroschüre »AK-PAKT-aktuell« zugeschickt bekommen. Ulrich Dittmann vom Arbeitskreis für humanen Tierschutz berichtet ab Seite 24 über das Skandalurteil des Bundesverwaltungsgerichts, das einem Metzger das betäubungslose Schächten erlaubte.
Wir hoffen, dass Sie in diesem Heft viele Anregungen für ein tierfreundliches Leben finden - und dafür, wie auch Sie mithelfen können, den Tieren eine Stimme zu geben!
Herzliche Grüße vom »Freiheit für Tiere«-Team
Julia Brunke (Redaktion)
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