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Vegetarismus gegen den Klimakollaps

Auf der Erde leben doppelt so viele Schlachttiere wie Menschen! Weltweit werden jedes Jahr 45 Mrd. Tiere für den menschlichen Verzehr getötet. In Deutschland waren es im Jahr 2002 490.744.200 Tiere: 300.000 Rinder, 44.300.000 Schweine, 2.100.000 Schafe und Ziegen, 12.600 Pferde, 367.600.000 Jungmasthühner, 31.300.000 Suppenhühner, 30.800.000 Puten, 13.800.000 Enten, 400.000 Gänse, 1.600 Perlhühner. Zusätzlich werden pro Jahr 5 Mio.Tiere erlegt.

Diese übermäßige Fleischproduktion setzt große Mengen CO2 frei, besonders durch das Abbrennen der Regenwälder. Außerdem erzeugen Tiere Energie, indem sie Kohlenstoff-Verbindungen oxidieren, was zur Freisetzung von Kohlendioxid (CO2) und Wasser führt. 21 Prozent der gesamten CO2-Emission, die auf menschliche Aktivität zurückgeführt wird, stammen auf diese Weise von Tieren, die wir essen. Und dies hat katastrophale globale Folgen.

Der britische Physiker Alan Calverd schreibt in Physics World: »Um das Treibhausgas Kohlendioxid in der Atmosphäre zu verringern, sollten nicht weniger Öl und Gas verbrannt werden, sondern die Menschheit sollte ihre Essgewohnheiten ändern: Wenn alle Menschen Vegetarier wären, könnte die globale Erwärmung kontrolliert werden.«

Zusätzlich sind die weltweit für die Fleischproduktion gehaltenen Rinder und Schafe für ein knappes Viertel der Methangas-Emissionen auf der Erde verantwortlich, denn jährlich entstehen durch die Viehzucht 115 Mio. Tonnen Methangas. Ein Schaf erzeugt sieben Kilogramm Methan im Jahr und ein Rind sogar 114 Kilogramm. Methan ist ein 21-mal wirksameres Treibhausgas als CO2.

Der Leiter des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Ernst U. v. Weizsäcker, stellte fest: »Die Beiträge der Rinderhaltung zum Treibhauseffekt sind ähnlich groß wie die des gesamten Autoverkehrs, wenn wir die Waldrodung für Rinder und für Futtermittel einbeziehen... Und die Verwandlung von Savannen in Wüsten, die Erosion in Berggebieten, der übermäßige Wasserbedarf der Rinder, der gigantische Energiebedarf der Mastviehhaltung sind einige weitere Gründe dafür, dass wir mit jedem Pfund Rindfleisch der Umwelt schwer zusetzen.«

Eine von der UN-Welternährungsorganisation FAO kürzlich veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Viehzucht weltweit mehr Treibhausgase produziere als das Transportwesen. Vor allem der Dünger (Mist und Gülle) sei mit seiner energieaufwändigen Produktion für 65 Prozent der vom Menschen verursachten Stickoxide verantwortlich. »Und diese tragen 296 Mal mehr zur Erderwärmung bei als Kohlendioxid«, teilte die FAO mit. »Tierzucht ist eine der größten Verantwortlichen für die heutigen Umweltprobleme. Wir müssen dringend etwas tun, um dem Abhilfe zu schaffen«, sagte FAO-Experte Henning Steinfeld. Die Tierzucht beanspruche mit ihren Folgen heute bereits 30 Prozent der gesamten Landoberfläche. Sie sei auch für die Erd- und Wasserverschmutzung mitverantwortlich. (Quelle: WELT, 1.12.2006)

Die Enquete-Kommission, eine Untersuchungs-Kommission des Deutschen Bundestages zum Schutz der Erdatmosphäre, stellte bereits vor einigen Jahren fest: »Durch die Senkung des Fleischkonsums auf ein auch der Gesundheit förderliches Maß könnten ein Viertel oder mehr der klimarelevanten Emissionen vermieden werden. Der Übergang zu einer stärker pflanzlich orientierten Ernährung eröffnet somit das mit Abstand größte Einsparpotential (bis zu 100 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente) im Ernährungssystem. Darüber hinaus würden die volkswirtschaftlichen Folgekosten der ernährungsbedingten Krankheiten (25 Mrd. EUR/Jahr) erheblich reduziert. Bezogen auf die Klimabelastung ergibt sich bei der fleischhaltigen Komponente (z.B. Frikadelle) die 13fache Menge an CO2-Äquivalenten gegenüber der fleischlosen Komponente (z.B. Getreidebratling).«

Aktiver Umweltschutz: Vegetarier werden!

Waldsterben: Ammoniak gilt heute als hauptverantwortlich für das Waldsterben. Es wird zu rund 85% durch die Emissionen der Tierhaltungen verursacht, z.B. durch die Entsorgung von Gülle auf den Feldern. Die Untersuchungskommission des Deutschen Bundestages zum Thema »Schutz der Erdatmosphäre« kam 1992 zum Ergebnis, dass bei den Ammoniak-Emmissionen 90% der Landwirtschaft und hier zu 80% der Tierhaltung zuzuordnen seien.

Regenwald: 90% der Zerstörung des tropischen Regenwaldes werden durch die Massentierhaltung hervorgerufen. Alle zwei Sekunden wird ein Waldgebiet der Größe eines Fußballfeldes zerstört - zum Großteil für die Neugewinnung von Weideflächen.

Bodenerosion: Der Anteil der Fleisch- und Milcherzeugung an der Bodenerosion liegt bei 85% - das sind 24 Mrd. Tonnen jährlich.

Energie: Mehr als ein Drittel der gesamten Rohstoffe und des fossilen Brennstoffes in den USA wird zur Aufzucht von Tieren für den menschlichen Verzehr verbraucht.







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»Durch die Senkung des Fleischkonsums auf ein auch der Gesundheit förderliches Maß könnten ein Viertel oder mehr der klimarelevanten Emissionen vermieden werden.« Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zum Schutz der Erdatmosphäre



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