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Promis für Tiere
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Promis für Tiere · Tiernachrichten (pdf-download) [582 KB]
Keine Jagd: Paul McCartney hat ein Herz für Wildschweine
Kult-Comedian Kaya Yanar: »So trägt Mann Pelz!«
Forschung: Pferde können Artgenossen an der Stimme erkennen
Hongkong: Schildkröte wehrte sich gegen Chefkoch
Greifvogelmord: Jäger verurteilt
Berliner Zwingerbären
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P A U L M C C A R T N E Y H A T E I N H E R Z F Ü R W I L D S C H W E I N E
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Auf dem Grundstück des Musikers wird nicht geschossen
Sir Paul McCartney weigert sich, auf seinem Landsitz in Peasmarsh Wildschweine totschießen zu lassen. Wegen einer angeblichen Wildschwein-Plage hat die Regierung Landbesitzer und die Gemeinden aufgefordert, die Tiere zu töten.
Nur auf dem Landsitz von Paul McCartney, einem 607 Hektar großen Grundstück in der englischen Grafschaft East Sussex, können die Wildschweine weiter ungestört leben. Die umliegenden Bauern und Jäger fordern, dass die Wildschweine geschossen werden, aber der berühmte Musiker erlaubt es nicht. (Quelle: dpa, 10.12.2008)
Sir Paul McCartney ist seit vielen Jahren Vegetarier und setzt sich aktiv für die Rechte der Tiere und für die Natur ein: »Wenn jemand etwas für die Umwelt tun möchte, muss er einfach aufhören, Fleisch zu essen. Das ist der größte Beitrag, den jeder von uns leisten kann. Wenn man einmal darüber nachdenkt, ist es einfach überwältigend: Vegetarier tun so viele gute Dinge auf einmal – für die Umwelt, gegen Welthunger und Grausamkeit.«
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K U L T - C O M E D I A N P R Ä S E N T I E R T A N T I - P E L Z M O T I V
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Kaya Yanar: »So trägt Mann Pelz«
Ganz Deutschland lacht über Comedian Kaya Yanar (»Made in Germany« und »Was guckst du?«), wenn er in die unterschiedlichsten Rollen schlüpft. Eine ganz neue Rolle nimmt er nun für die Anti-Pelz-Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA ein: Unter dem Slogan »So trägt Mann Pelz!« präsentiert er sich mit extrem haariger Brust. Ein schrilles Motiv mit ernstem Hintergrund - denn Kaya ruft zum Boykott von Pelzmode auf.
Kaya Yanar hat eine ganze Menge zum Thema Pelz zu sagen: »Ich frage mich oft, mit welchem Recht wir den Tieren das Fell über die Ohren ziehen. Okay, vielleicht war das mal vor tausenden von Jahren nötig, aber heute haben wir doch so tolle Erfindungen wie Polyester und Nylon, die uns warm halten.«
Und die Alternativen zu Pelz sind nicht nur schicker, sondern meistens auch wärmer und vor allem tierfreundlicher.
Zu Pelz als Statussymbol sagt Kaya: »Pelz ist ganz klar ein Statussymbol. Ich habe nichts gegen Statussymbole, nur wenn Lebewesen darunter leiden müssen, dann verstehe ich nicht, warum man den eigenen Status über den eines Tieres stellen kann.«
Der Comedian hat sogar seine ganz eigenen Ideen, was er mit Pelzträgerinnen und -trägern anstellen möchte: »Als Ausgleich würde ich gerne den Pelzträgern die Haut abziehen, aber gerade die Haut der Frauen und Männer, die anscheinend den Pelz brauchen, ist ohnehin alt und runzelig, sodass die keiner haben will.«
Kaya ist überzeugt, dass kein Pelz die Menschen, die ihn tragen, attraktiver machen kann. »Insofern ist die Pelzindustrie nicht nur grausam und ungerecht, sondern auch völlig nutzlos. - Also: Finger weg von meinen Tiergenossen!«
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P F E R D E K Ö N N E N A R T G E N O S S E N A N D E R S T I M M E E R K E N N E N
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Was jeder Pferdefreund weiß und täglich erlebt, haben jetzt auch Wissenschaftler herausgefunden: Pferde können andere Pferde an der Stimme erkennen.
Britische Forscher konnten beweisen, dass Pferde die Angehörigen der eigenen Herde am Wiehern erkennen. Selbst wenn sie das andere Pferd nicht sehen, wissen sie, welche Laute zu welchem Tier gehören. Die Forscher verwendeten einen Test, der auch für Studien mit kleinen Kindern genutzt wird, die noch nicht sprechen können: Vor den Augen des Testpferdes wurde ein anderes Pferd der Herde hinter eine Bretterwand geführt. Wenige Sekunden später erschallte über Lautsprecher ein Wiehern - entweder das des zuvor gesehenen Tieres oder das eines anderen Herdengenossen. Dann beobachteten die Wissenschaftler das Verhalten des Testpferdes. Ein falsches Wiehern irritierte die Pferde offenbar: Sie hoben ruckartig den Kopf und schauten auch messbar länger auf die Stelle, an der ihr Artgenosse verschwunden war, als wenn das Wiehern mit dem vorbeigeführten Pferd zusammenpasste. Alle Tiere reagierten dabei gleich. »Was auf den ersten Blick recht unspektakulär wirkt, erfordert tatsächlich eine beachtliche Leistung des Gehirns: Ein Pferd, das ein anderes an der Stimme erkennt, muss den aktuellen Sinneseindruck - das Geräusch - mit einem zuvor abgespeicherten geistigen Bild des jeweiligen Artgenossen in Beziehung setzen«, berichtete SPIEGEL online am 16.12.2008. Dies überraschte die Wissenschaftler, weil sich bei Pferden das Bild über ihre Artgenossen in erster Linie aus Informationen anderer Sinne - des Seh- und des Geruchssinns - zusammensetzt.
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H O N K O N G : S C H I L D K R Ö T E W E H R T E S I C H G E G E N C H E F K O C H
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Eine Schildkröte hat sich in einem Feinschmecker-Lokal in Hongkong erfolgreich gegen ihr schnelles Ende in einer Suppe gewehrt - zumindest vorläufig.
Angesichts der bereits dampfenden Kochtöpfe ergriff die etwa 60 Zentimeter lange Schildkröte die Flucht und biss dabei den Chefkoch so kräftig in den Zeh, dass dieser mit Verdacht auf einen gebrochenen Knochen ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Der Schildkröte hat ihr mutiger Einsatz leider dennoch nicht das Leben gerettet - Medienberichten zufolge ist sie wenige Tage später dennoch im Kochtopf gelandet. (Focus online, 25.11.2008)
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S C H W E I Z E R A R M E E W I L L K E I N E V E G A N E R
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Die Schweizer Armee will keine Veganer mehr in ihren Reihen. Wer sich vegan ernährt, wird als dienstuntauglich erklärt.
Gemäß den neuen medizinischen Richtlinien gelten neben Veganern auch Untergewichtige, Aids-Patienten und Drogenkonsumenten als dienstuntauglich. Bei Veganern macht die Armee den großen Aufwand für eine Sonderbehandlung geltend. (Sonntagszeitung Schweiz, 08.11.2008)
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G R E I F V O G E L M O R D : J Ä G E R V E R U R T E I L T
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In »Freiheit für Tiere« 1/2009 berichteten wir unter dem Titel »Greifvogelmord in Deutschland« über die Verfolgung streng geschützer Vögel. In Aachen wurde am 22.12.2008 ein Jäger wegen Tierquälerei und Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 4.000 Euro verurteilt.
Drei Tage dauerte der Prozess gegen einen Jäger aus dem Rheinland - fast ein Dutzend Zeugen wurde gehört, zahlreichen Gutachten wurden vorgelegt und ein Sachverständiger befragt. Mitarbeiter des »Komitees gegen den Vogelmord« hatten den Angeklagten im Kreis Düren mit einem Greifvogel-Fangkorb und einem vergifteten Bussard gefilmt. Das von den Medien als »Vogelmord-Prozess« bezeichnete Verfahren hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, weil in dem Revier des Jägers bis Mitte des Jahres 2008 mehr als 82 streng geschützte Greifvögel, darunter seltene Rotmilane und Wiesenweihen, tot aufgefunden wurden. In den meisten Greifvögeln wurde das in Deutschland verbotene Insektizid »Carbofuran« nachgewiesen. Quelle: Komitee gegen den Vogelmord
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B E R L I N E R Z W I N G E R B Ä R E N
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Psychische Störung nur »in begrenztem Ausmaß«?
In »Freiheit für Tiere«1/2009 berichteten wir über das traurige Schicksal der Berliner Zwingerbären (pdf-download des Artikels in FfT 1/2009) [1.175 KB]
. Seit über 20 Jahren trotten sie auf zwei U-förmigen Betonstreifen am Grabenrand entlang. Zehn schlurfende Schritte hin und wieder zurück. Und immer wieder werfen sie mit einer kleinen Drehung den Kopf nach hinten. Typische Stereotypien von Bären in Gefangenschaft. Viele Leserinnen und Leser von »Freiheit für Tiere« schrieben daraufhin an den Regierenden Bürgermeister.
Erika Zwicker von der »Arbeitsgemeinschafz Tier und Umwelt« schrieb am 14.12.2008 an den Regierenden Bürgermeister von Berlin und erhielt folgende Antwort:
»Dem Senat ist bekannt, dass Tierschutz- und Artenschutzorganisationen sowie einige Berliner und Berlin-Besucher die Bärenhaltung im Bärenzwinger kritisch bewerten. Es gab zu diesem Thema erst kürzlich eine „Kleine Anfrage“ im Berliner Abgeordnetenhaus, die von der zuständigen Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz auch beantwortet wurde. Aus tierschutzrechtlichen Gründen besteht nach Aufffassung des Senats sowie des zuständigen Vetetrinär- und Lebensmittelaufsichts-amts keine zwingende Notwendigkeit zur Umsetzung der beiden Bären, da sowohl das ihnen zur verfügung stehende Areal, als auch die Einrichtung und Art bzw. Umfang der Beschäftigung des Personals mit den Tieren den tierschutzrechtlichen Vorgaben genügen... Nach Einschätzungen des zuständigen Veterinäramtes sind bei den Tieren die von Ihnen angesprochenen Stereotypien nur in begrenztem Ausmaß zu beobachten...« (Auszug aus dem Schreiben der Senatskanzlei vom 18.12.2008)
Was will uns die Senatskanzlei damit sagen? Die Bären sind aufgrund der Unterbriingung im Zwinger psychisch verhaltensgestört, aber das ist nicht so schlimm, weil sie »nur in begrenztem Ausmaß« gestört sind?
Stellen wir uns einmal vor, es würde sich um verwahrloste Kinder handeln, die bereits psychische Schäden davongetragen haben. Und die Behören würden nicht einschreiten, weil die »Stereotypien nur in begrenztem Ausmaß zu beobachten« sind...
Der Bärenzwinger ist eine Schande für Berlin! Liebe Leserinnen, liebe Leser, helfen Sie mit! Schreiben Sie an
- den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit Senatskanzlei · Jüdenstr. 1 · 10178 Berlin · Fax 030/90262013
- den Tierschutzbeauftragten für Berlin, Dr. Klaus Lüdcke Oranienstr. 10 · 10969 Berlin · Fax 030/9028-2060 e-mail: tierschutzbeauftragter@senguv.berlin.de
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